Letzten Donnerstag ist mein Arduino Mega gekommen. Ein Wahnsinns-Gerät, und ein absolutes Muss für jeden Bastler und jeden Nerd.
Was ist ein “Arduino”?
Wikipedia beschreibt einen Arduino unschön als “Eine aus Soft- und Hardware bestehende Physical-Computing-Plattform”. Grob gesagt ist ein Arduino-Board nichts anderes als ein Microprozessor, ein USB-Anschluss (welcher sich intern nach Seriell wandelt, dazu später mehr), und ein paar I/O-Pins, also Steckplätze für Kabel, die entweder angesteuert werden oder auf Eingaben überprüft werden können. Klingt komisch, ist es auf den ersten Moment auch. Denn selbst erfahrene Lötkönige müssen zugeben, dieses Gerät sieht anspruchsvoll aus:

Doch was grob klingt, ist es in keiner Weise: Der Arduino (hier in der “Uno”-Ausführung” lässt sich kinderleicht bedienen und ermöglicht so einen einfachen Einstieg in die Elektrotechnik. Die wichtigen Elemente sind eigentlich nur:
- Die Stromversorgung (unten links)
- Der USB / Serial-Port (oben links)
- Der Reset-Button (Mitte rechts)
- Die I/O Pins: Die schwarzen Reihen ganz oben und ganz unten.
Der Rest sind Microcontroller, SMD-Widerstände und so weiter.
Wie wird ein Arduino programmiert?
Arduino basiert auf einem stark vereinfachten C++-Dialekt. Es reichen einfachste Anweisungen wie digitalWrite(ledPin, HIGH); , um z.B. eine LED auf dem LED-Pin anzusprechen. Die Programmierung ist intuitiv und der für alle Plattformen verfügbare Quelltexteditor / die IDE macht das Debuggen einfach. Mitgeliefert wird auch gleich noch ein Serial Monitor, mit dem sich virtuelle und reelle COM-Anschlüsse überwachen lassen.
Wie verläuft die Installation?
Einfacher als bei vermutlich jeder anderen Lösung dieser Art. Während Konkurrenzprodukte noch über einen “wahren” Serial-Port verfügen, bedient sich Arduino eines USB-Ports. Das hat 2 Vorteile: Man muss weder irgendwelche COM-to-USB-Treiber installieren oder Adapter kaufen, noch braucht man eine zusätzliche Stromversorgung. Der Arduino zieht sich seine 5 Volt direkt aus der USB-Buchse.
Welche Möglichkeiten habe ich mit Arduino?
Die Möglichkeiten sind unbeschränkt. Das kann damit anfangen, dass man eine intelligente Alarmanlage baut, eine Disco-Lichterkette oder einen LED-Würfel. Der Prozessor hat genug Speicher um alle Programme aufzunehmen, und entsprechende SD-Karten-Shields erweitern den Platz noch um einiges.
Shields? Ein Programmierboard ist doch kein Ritter!
Shields bezeichnen Aufsteck-Module für das Arduino-Board. Die Anschlüsse werden meistens “nach oben durchgereicht”, also verlängert. Die benötigten Anschlüsse gehen dann direkt in das Shield, um eine reibungslose Installation zu ermöglichen.
Genug gelobt, woher krieg’ ich so ein Ding?
Natürlich bietet der Hersteller einen eigenen Shop an, in dem man das Arduino (UNO) erwerben kann: Klick!
Unter Umständen lohnen sich aber Recherchen im Netz, Preisunterschiede von bis zu 20€ sind keine Seltenheit.
Was bedeutet das für uns Leser?
Je nach meinem zur Verfügung stehenden Zeitkontingent werde ich ein paar Tutorials, speziell für Einsteiger, aber auch speziell für verschiedene Bauteile, erstellen, die sich dann natürlich in diesem Blog finden.
Fazit: Für jeden Bastler eine wahre Freude, und obendrein bezahlbar.
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