vServer von MisterHost – Stresstest – Review – Erfahrungsbericht.

Heute hat Geekblog dank der tollen Arbeit von Flo und dem netten Entgegenkommen MisterHost zwei Test-V-Server zur Verfügung gestellt bekommen. Als erstes kommt der OpenVZ-Server unter die Lupe. Natürlich haben sie wir auf Herz und Nieren getestet. Hier mal ein paar Fakten, frisch gebencht.

Bei der Installation erfreut gleich am Anfang die schier endlose Liste von 24 Betriebssystem-Images, darunter natürlich die wichtigsten wie Debian, Ubuntu und OpenSuse.

Lasst uns einen Server grillen!

Gefühlt ist die Shell eine der schnellsten, die wir bisher erlebt haben, was für einen echt netten Ping nach Deutschland zu sprechen scheint. Dies sollte jedoch kein Wunder sein, schließlich stehen unsere Server in Düsseldorf. Jedoch bemühen auch wir uns um ein wissenschaftliches Vorgehen, was die Tests betrifft – Schätzwerte und Gefühle zählen hier nicht. Deswegen hier ein paar Fakten.

Natürlich dürfen auch Langzeittests nicht fehlen. Leider haben wir gerade keine Idee für ein weiteres Webprojekt, und da wir den Server wohl leider nur diesen Monat haben werden, lohnt es wohl auch nicht unsere(n) Blog(s) umzuziehen. Sebi entschied sich also darauf einen kleinen  Team Fortress 2.

Und nun zum Wissenschaftlichen Bereich:

###### OpenVZ #######
Der Provider hat bereits das Feature vSWAP Verfügbar, welches sehr zum Vorteil des Speichermanagements ist… bisher haben das die wenigsten Anbieter.

RAM Ausgabe nach der Neuinstallation
# free -m
total used free shared buffers cached
Mem: 256 29 226 0 0 13
-/+ buffers/cache: 16 239
Swap: 256 0 256

WordPress läuft und erhält anfragen
# free -m
total used free shared buffers cached
Mem: 256 255 0 0 0 205
-/+ buffers/cache: 49 206
Swap: 256 0 256

Zum Vergleich: Mein Atom-Dedicated-Server schafft auf 4 Kernen etwa 11 Anfragen pro Sekunde.

Ein PHP-Prozess:
Requests per second: 5.45 [#/sec] (mean)

Vier PHP-Prozesse:
Requests per second: 21.50 [#/sec] (mean)

Und das ohne irgendein Caching! Das ist ziemlich gut.

Mit xcache ist das Ergebnis folgendes:

Ein PHP-Prozess (mit xcache):
Requests per second: 15.46 [#/sec] (mean)

Vier PHP-Prozesse (mit xcache):
Requests per second: 58.15 [#/sec] (mean)

Die bei LowEndBox immer wieder erscheinende bench.sh:
# bash bench.sh
CPU model : Intel(R) Xeon(R) CPU E5504 @ 2.00GHz
Number of cores : 4
CPU frequency : 1596.000 MHz
Total amount of ram : 256 MB
Total amount of swap : 256 MB
System uptime : 13 min,
Download speed from CacheFly: 19.5MB/s - 29.2MB/s
Download speed from Linode, Atlanta GA: 2.56MB/s
Download speed from Linode, Dallas, TX: 2.38MB/s
Download speed from Leaseweb, Haarlem, NL: 8.47MB/s
Download speed from Softlayer, San Jose, CA: 2.47MB/s
Download speed from Softlayer, Washington, DC: 10.2MB/s
I/O speed : 118 MB/s

Das einzige, was man zu dem OpenVZ-Test noch sagen sollte, fairerweise: Der Provider schrieb mir, dass das ein neuer Hostnode ist, d.h. später könnte es teilweise minimal langsamer werden, aber darüber würde ich mir derzeit noch keine Sorgen machen.

Gerne würde ich Ihnen auch einen openVZ-Server zur Verfügung stellen. Da das
aktuelle System jedoch ausgelastet ist, (…) und ich die bestehenden
Kunden nicht mit deutlich zu hoher Last quälen möchte, (…)

wenn das mal nicht eine vorbildliche Aussage ist – andere Provider hätten da ein Auge zugedrückt und den Server halt überbucht…

###### XEN #######
Nach der Neuinstallation:
# free -m
total used free shared buffers cached
Mem: 244 53 191 0 2 34
-/+ buffers/cache: 17 227
Swap: 255 0 255

WordPress läuft und erhält anfragen:
# free -m
total used free shared buffers cached
Mem: 244 94 149 0 2 43
-/+ buffers/cache: 48 195
Swap: 255 0 255

Zum Vergleich: Mein Atom-Dedicated-Server schafft auf 4 Kernen / 4 PHP-Prozessen etwa 11 Anfragen pro Sekunde…
Ein PHP-Prozess:
Requests per second: 8.25 [#/sec] (mean)

Vier PHP-Prozesse:
Requests per second: 30.78 [#/sec] (mean) (der Hammer!)

Und das ohne irgendein Caching! Das ist ziemlich gut.

Mit xcache ist das Ergebnis folgendes:

Ein PHP-Prozess (mit xcache):
Requests per second: 24.60 [#/sec] (mean) (Das ist bisher wohl eines der allerhöchsten Ergebnisse welches ich je erhalten hatte!)

Vier PHP-Prozesse (mit xcache):
Requests per second: 90.14 [#/sec] (mean) (Das ist bisher wohl eines der allerhöchsten Ergebnisse welches ich je erhalten hatte!)

Die bei LowEndBox immer wieder erscheinende bench.sh:
# bash bench.sh
CPU model : Intel(R) Core(TM) i7 CPU 920 @ 2.67GHz
Number of cores : 4
CPU frequency : 2672.828 MHz
Total amount of ram : 244 MB
Total amount of swap : 255 MB
System uptime : 10 min,
Download speed from CacheFly: 10.9MB/s
Download speed from Linode, Atlanta GA: 1.87MB/s
Download speed from Linode, Dallas, TX: 1.44MB/s
Download speed from Linode, London, UK: 9.91MB/s
Download speed from Leaseweb, Haarlem, NL: 5.99MB/s
Download speed from Softlayer, Seattle, WA: 1.56MB/s
Download speed from Softlayer, San Jose, CA: 2.57MB/s
Download speed from Softlayer, Washington, DC: 3.08MB/s
I/O speed : 68.7 MB/s

Support
Support im wirklichen Sinne, dass es einen technischen Defekt gab, habe ich bisher noch nicht gebraucht. Jedoch antwortete mir Misterhost immer sehr zügig, selbst in den Abendstunden immer freundlich.

Fazit: Ich bin sehr von dem Provider und seinen Servern begeistert. Wenn die Werte halbwegs so bleiben, wird dass der neue LowEnd-vServer-Himmel :P
Wie es auf Langzeit aussieht, weiß ich natürlich nicht. Wenn ich Misterhost nicht falsch verstanden habe, darf ich die beiden vServer diesen Monat noch weiterbehalten und testen. Wenn jemand noch Tests oder detailierte Ergebnisse haben möchte, einfach kommentieren :)

Posted in: vServer Reviews

iPad als NES-System – den Emulatoren sei Dank!

Ich als Spiele-Nerd greife gerne in meine Schachtel alter Retro-Spiele. Da finden sich Super Mario Bros & Co, allesamt für das Nintendo Entertainment System, kurz NES. Dummerweise hat mein liebgewonnenes Stück Gaminggeschichte vor einiger Zeit den Geist aufgegeben. Die Spiele sind gekauft, das System ist Schrott – was nun? Aber warte mal, Apple hat doch da so ein Tablet-PC veröffentlicht – und dieses habe ich zufälligerweise auch noch erworben! Und dank dem Absinthe-Jailbreak für iOS 5.0.1 konnte ich mich auch noch von den Fesseln des mächtigen Apple-Konzerns befreien und frei durch die Welt der Linux-Pakete navigieren. Im hassgeliebten Paketmanager Cydia findet sich sogar in den Ursprungsrepos ein Paket namens “NES A.D.X +”, ein Emulator für das Nintendo Entertainment System. Diesen habe ich mir zusammen mit ein paar legalen ROMs heruntergeladen und ausgetestet.

NES ADX + kommt gleich am Anfang mit nativer WiiMote-Unterstützung. Da kommt gleich richtig Gaming-Feeling auf. Dank HDMI-Adapter, Kabel & Co. lässt sich das Spiel auch live auf den 42″-Fernseher übertragen – eine Augenweide. Nur beim Ton scheint’s manchmal zu hapern, aber Soundtracks zu Spielen lassen sich auch schnell in iTunes selbst zusammenstellen. Nur die passgenauen Spring- und Quetschgeräusche vermissen wir auch mit dieser Methode. Aber sei’s drum, die alten Spiele sind gerettet – und das noch ganz stilecht auf dem iPad!

Auf ein schönes Spiel!

Geekblog unterstützt weder das Herunterladen noch das Anbieten von urheberrechtlich geschützten ROMs.

Posted in: iPad

Arduino: Selfmade-Speaker für Tonausgabe

Vor kurzem habe ich mir einen eigenen, kleinen Speaker für ein Arduino-Breadboard gebaut. Es ist Verblüffend, wie wenig man dazu braucht…

  • 2 x kurzes, aber stabiles Kabel
  • Spielzeug mit Sound

Nachdem ihr den Lautsprecher aus dem Spielzeug ausgebaut habt, müsst ihr nur an die beiden Kabel (im Bild weiß) eure stabilen Drähte anlöten. Wenn das ganze noch Hand und Fuß haben soll, einfach die Kabel auf der Rückseite mit einem Tropfen Heißkleber befestigen. Das ganze sollte in einem solchen Ergebnis resultieren:

Um den Speaker auszuprobieren, ladet ihr einfach das Example-Script “2. Digital / toneMelody” auf euren Arduino hoch. Vorher solltet ihr noch ein Bein des Speakers in Digital Pin 8 (I/O-Leiste) stecken und die andere Seite zu einem der GND-Kontakte führen.Nachdem der Upload fertig ist, solltet ihr eine Melodie hören. Ihr könnt die Melodie wiederholen, indem ihr euer Arduino via S1-Button resettet.

Viel Spaß mit der Soundausgabe!

Posted in: Arduino

Arduino – Nerd’s best friend / Ein Testbericht

Letzten Donnerstag ist mein Arduino Mega gekommen. Ein Wahnsinns-Gerät, und ein absolutes Muss für jeden Bastler und jeden Nerd.

Was ist ein “Arduino”?

Wikipedia beschreibt einen Arduino unschön als “Eine aus Soft- und Hardware bestehende Physical-Computing-Plattform”. Grob gesagt ist ein Arduino-Board nichts anderes als ein Microprozessor, ein USB-Anschluss (welcher sich intern nach Seriell wandelt, dazu später mehr), und ein paar I/O-Pins, also Steckplätze für Kabel, die entweder angesteuert werden oder auf Eingaben überprüft werden können. Klingt komisch, ist es auf den ersten Moment auch. Denn selbst erfahrene Lötkönige müssen zugeben, dieses Gerät sieht anspruchsvoll aus:

Doch was grob klingt, ist es in keiner Weise: Der Arduino (hier in der “Uno”-Ausführung” lässt sich kinderleicht bedienen und ermöglicht so einen einfachen Einstieg in die Elektrotechnik. Die wichtigen Elemente sind eigentlich nur:

  • Die Stromversorgung (unten links)
  • Der USB / Serial-Port (oben links)
  • Der Reset-Button (Mitte rechts)
  • Die I/O Pins: Die schwarzen Reihen ganz oben und ganz unten.

Der Rest sind Microcontroller, SMD-Widerstände und so weiter.

Wie wird ein Arduino programmiert?

Arduino basiert auf einem stark vereinfachten C++-Dialekt. Es reichen einfachste Anweisungen wie digitalWrite(ledPin, HIGH); , um z.B. eine LED auf dem LED-Pin anzusprechen. Die Programmierung ist intuitiv und der für alle Plattformen verfügbare Quelltexteditor / die IDE macht das Debuggen einfach. Mitgeliefert wird auch gleich noch ein Serial Monitor, mit dem sich virtuelle und reelle COM-Anschlüsse überwachen lassen.

Wie verläuft die Installation?

Einfacher als bei vermutlich jeder anderen Lösung dieser Art. Während Konkurrenzprodukte noch über einen “wahren” Serial-Port verfügen, bedient sich Arduino eines USB-Ports. Das hat 2 Vorteile: Man muss weder irgendwelche COM-to-USB-Treiber installieren oder Adapter kaufen, noch braucht man eine zusätzliche Stromversorgung. Der Arduino zieht sich seine 5 Volt direkt aus der USB-Buchse.

Welche Möglichkeiten habe ich mit Arduino?

Die Möglichkeiten sind unbeschränkt. Das kann damit anfangen, dass man eine intelligente Alarmanlage baut, eine Disco-Lichterkette oder einen LED-Würfel. Der Prozessor hat genug Speicher um alle Programme aufzunehmen, und entsprechende SD-Karten-Shields erweitern den Platz noch um einiges.

Shields? Ein Programmierboard ist doch kein Ritter!

Shields bezeichnen Aufsteck-Module für das Arduino-Board. Die Anschlüsse werden meistens “nach oben durchgereicht”, also verlängert. Die benötigten Anschlüsse gehen dann direkt in das Shield, um eine reibungslose Installation zu ermöglichen.

Genug gelobt, woher krieg’ ich so ein Ding?

Natürlich bietet der Hersteller einen eigenen Shop an, in dem man das Arduino (UNO) erwerben kann: Klick!
Unter Umständen lohnen sich aber Recherchen im Netz, Preisunterschiede von bis zu 20€ sind keine Seltenheit.
Was bedeutet das für uns Leser?

Je nach meinem zur Verfügung stehenden Zeitkontingent werde ich ein paar Tutorials, speziell für Einsteiger, aber auch speziell für verschiedene Bauteile, erstellen, die sich dann natürlich in diesem Blog finden.

Fazit: Für jeden Bastler eine wahre Freude, und obendrein bezahlbar.

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PowerPoint Noob-Tip: Genaueres Zuschneiden von Grafiken

Was mich immer wieder aufregt, ist, dass in dem doch nicht ganz billigen Office-Paket von Microsoft nicht mal eine Software mitgeliefert wird, mit der man passable Layouts erstellen kann. Da ich bis jetzt noch keine Alternative gefunden habe, behelfe ich mir mit dem eigentlich für Präsentationen gedachten PowerPoint 2010. Damit lässt sich schon das ein oder andere nette Layout erstellen, aber es reicht nichtmal dazu, um Bilder passgenau zuzuschneiden oder zu positionieren; das manchmal etwas willkürlich wirkende Raster verschiebt einem schon so manch gerade noch passgenaue Layout.

Abhilfe: Zoomen

Durch das Einzoomen (Beispielsweise mit [STRG] + Mausrad) wird das Snap-Gitter verkleinert; Bilder können nun passgenau zugeschnitten und positioniert werden.

Eine schnelle und buchstäblich passgenaue Lösung für alle, die ihre Layouts mit PowerPoint gestalten oder es zumindest versuchen.

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