Soundboard für Ubuntu

Viele kennen es, und zur richtigen Zeit eingesetzt ist es eine wahrhaftige Spaßkanone – das Soundboard. Vielen ist es wohl unter der Bezeichnung “Nippelboard™” aus der Late-Night-Show “TV Total” von und mit Stefan Raab. Um was es dabei geht? Auf Knopfdruck kann der Moderator oder der Anwender Sounds beziehungsweise kurze Videoausschnitte anzeigen und -hören.
Ein solches Soundboard digital nachzubauen ist nicht schwer. Zu Demonstrationszwecken möchte ich Euch einmal zeigen, wie Ihr ein solches Soundboard selbst zusammenstellt.
Lasst uns also anfangen!

Was brauche ich?

  • Einen Computer mit Ubuntu Linux (verwendete Version: 11.04 “natty”)
  • Root-Zugriff bzw. das Root-Passwort
  • Einen lustigen Videoausschnitt, vorzugsweise auf YouTube

Habt Ihr alles beisammen? Dann können wir ja beginnen.

Vorbereitungen: Die Sound-Datei extrahieren.
Beginnen wir damit, aus eurem Video nur die Tonspur zu extrahieren, um sie dann zu trimmen, also zuzuschneiden.
Verwendet dazu einfach einen Online-Konvertierer, der die Konvertierung zu MP3 unterstützt. Die Datei solltet ihr dann ohne Probleme weiterverwenden können

Los geht’s: Sound zuschneiden.
Solltet ihr Audacity – ein Open-Source-Audiobearbeitungsprogramm – noch nicht installiert haben, so könnt ihr das ganz einfach mit dem folgenden Befehl tun.

sudo apt-get install audacity

Gebt Euer Kennwort ein und bestätigt die Abfrage mit “Y” bzw “J”. Kurz darauf solltet ihr unter dem “Anwendungen”-Menü unter “Multimedia” den Eintrag “Audacity” finden und starten können. Geht im Programm über den “Datei-Öffnen”-Dialog zu eurem Soundtrack. Sobald der Soundtrack importiert wurde, könnt ihr mit dem -Button die Stelle markieren, die ihr besonders lustig findet und euc

h öfter auf Knopfdruck anhören möchtet. Mit [STRG]+[T] könnt ihr dann die Sounddatei auf die aktuelle Markierung “heruntertrimmen”, und mit dem Grünen Play-Button immer wieder Probe hören, bis euch die Sounddatei entsprechend gefällt.

Zufrieden? Exportieren und ab in den Button.

Sobald Ihr mit dem Zuschneiden fertig seid, klickt auf “Datei” und dann auf “Exportieren…”, wählt bei den Optionen beim Exportieren unbedingt “WAV”, da sich die Verarbeitung von MP3-Dateien als deutlich schwieriger herausstellen kann. Zwar sind WAV-Dateien aufgrund fehlender Komprimierung um einiges größer, das spielt aber bei Sounddateien mit 1-5 Sekunden Laufzeit nicht wirklich eine Rolle. Am besten exportiert

Ihr die Datei in euren Persönlichen Ordner (also unter /home/benutzername/) bzw. in einen Unterordner (z.B. /home/benutzername/soundboard/).

Bevor wir uns aber nun wirklich dem Knopf widmen, sollten wir uns als erstes einen möglichst leichtgewichtigen WAV-Player besorgen. Hierfür bietet sich der konsolenbasierte Player “sox” an. Ihr installiert ihn über diesen Befehl:

sudo apt-get install sox

Ist der Player installiert, sollte nun das Command “play” auch die Hilfe von sox anzeigen.

Hat diese Vorbereitung geklappt, geht es jetzt an die Erstellung des Buttons. Dazu klickt Ihr auf das Panel am oberen Bildschirmrand und wählt “Panel anlegen”. Daraufhin sollte eine in Kästchen eingeteilte Leiste am linken oder rechten Bildschirmrand erscheinen. Solltet Ihr sie auf die andere Seite bringen wollen (links <–> rechts), macht einen Rechtsklick auf das Panel und wählt den Kontextmenüpunkt “Eigenschaften”. Hier könnt Ihr die Ausrichtung und weitere Feinheiten einstellen. Um einen neuen Button auf dieser

Leiste (oder auch auf der Panelleiste am oberen Bildschirmrand) hinzuzufügen, wählt ihr den Kontextmenüeintrag “Zum Panel hinzufügen”. Dann wählt ihr den Menüpunkt “Benutzerdefinierter Anwendungsstarter”. Den Namen könnt ihr frei wählen, den Befehl könnt ihr (angepasst) aus dem unteren Beispiel übernehmen.

Mit einem Klick auf die Sprungfeder auf der linken Seite könnt Ihr auch noch ein kleines Bild festlegen, das anstelle des Standard-Buttons angezeigt wird.

Diese Schritte könnt Ihr so oft wiederholen wie Ihr wollt, und am Ende habt ihr eine komplette Sammlung voll kurzer Soundausschnitte!

Das schöne bei der Verwendung von sox ist, dass der Player praktisch unsichtbar bleibt. Es öffnet sich keine Konsole oder ein Mediaplayer, was besonders praktisch ist, wenn man einfach nur mal einen gebrüllten Laut oder einen komischen Ausspruch in die Runde werfen will oder damit dem langweiligen Youtube-Video wieder einiges an Würze verpassen will.

Eurer Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt! Probiert aus, was euch gefällt. Vielleicht habt ja Ihr eine besonders coole Idee.

Was für Sounds habt ihr auf euren Boards? Ihr könnt es uns gerne via den Comments wissen lassen!

Solltet Ihr gerade keinen lustigen Ausschnitt zur Hand haben, könnt Ihr gerne als Test diesen Ausschnitt von “Integrationstest” verwenden:

Wasch laberst du? (WAV-Datei, 300KB) zum Download [RMB] und dann “Ziel speichern unter”.

Posted in: Ubuntu

Hello World…

…the world is one of the most beautiful planets – and there’s still enough space for geeks.

Mit dieser kleinen Anekdote möchten Flo und ich (Sebi) Euch das erste mal herzlich auf unserem Blog willkommen heißen. Was Euch hier erwartet? Findet es selbst heraus – einfach nur erzählen wäre einfach zu mainstream. Aber wie man bei dem Namen erwarten würde, sind wir zwei Geeks/Nerds oder ähnliche/s, die sich viel und gerne mit Linux, Servern und der Informationstechnologie im allgemeinen beschäftigen. Worum es also hauptsächlich gehen wird, ist wohl nicht schwer zu erraten.

Also, habt Spaß während Eures Aufenthalts!

Das Team

Posted in: Uncategorized

Page 9 of 9« First...56789